Portrait/Netzbetrieb
Energie kann nicht entstehen oder verschwinden, sie kann nur in eine andere Form umgewandelt werden. Im Kraftwerk kommt diese das erste mal als Elektroenergie vor. Elektrische Energie lässt sich im Vergleich zu anderen Energiearten leicht transportieren. Dennoch treten auf dem Weg von der Erzeugung bis zum Verbraucher Verluste auf, das heißt ein Teil der elektrischen Energie wird auf dem Weg in Wärme umgewandelt und ist damit für den Verbraucher nutzlos.
Über ein Europaweit verzweigtes Netz an Hochspannungsleitungen wird die Energie in alle Städte verteilt.
Über ein Europaweit verzweigtes Netz an Hochspannungsleitungen wird die Energie in alle Städte verteilt.

In zwei Görlitzer Umspannwerken übernehmen die Stadtwerke Görlitz AG die Energie und verteilen diese über ein 159 Kilometer langes Mittelspannungsnetz durch die gesamte Stadt. Die Spannung im Mittelspannungsnetz der Stadtwerke Görlitz AG beträgt 10000 Volt.

Das Mittelspannungsnetz ist als Ringnetz aufgebaut, das im Normalbetrieb mit offenen Trennstellen betrieben wird. Die 208 Schalt- und Umspannstationen stellen die Knotenpunkte mit den Schaltgeräten dar. Installierte Schutzeinrichtungen sorgen im Fehlerfall für die selektive Abschaltung des fehlerbehafteten Netzabschnittes.

In den Umspannstationen stehen des weiteren Transformatoren welche die 10000 Volt starke Elektroenergie über elektromagnetische Vorgänge auf 400/230 Volt herunter transformiert. Ab diesen Punkt wird der Strom über das Niederspannungsnetz verteilt. In Görlitz hat dieses Netz eine Gesamtlänge von 604 Kilometern, davon sind 30 Kilometer Freileitung.Â

Auch hier gibt es Knotenpunkte, sogenannte Niederspannungsverteiler, mit Sicherungen welche im Fehlerfall auslösen. Durch die Niederspannungskabel wird der Strom durch alle Straßen transportiert und vor dem Haus wird die Energie über ein Hausanschlusskabel in das Wohnhaus geliefert, welches über eine Hausanschlussmuffe an das Hauptkabel angeschlossen ist.

Durch ca. 8250 Hausanschlüsse wird die Energie an den Kunden übergeben. Die Messung für die Abrechnung erfolgt durch ca. 40750 Zähler. Damit die Genauigkeit der Verrechnungszähler auch über einen längeren Zeitraum sichergestellt ist, müssen die Zähler, die beim Stromverbraucher installiert sind, nach vom Gesetzgeber festgelegten Frist ausgewechselt werden.
