Strom

Keine Frage, wir brauchen Strom. Doch nicht immer müssten wir so viel verbrauchen. Licht bleibt brennen, obwohl niemand im Raum ist. Wir fahren über das Wochenende weg und der Fernseher bleibt im Stand-by-Betrieb an. Es sind oft nur kleine Dinge, in denen man nachlässig ist, und die doch ins Gewicht fallen! Versuchen Sie es mit folgenden Regeln:
- Löschen Sie das Licht, wenn Sie einen Raum verlassen und lassen Sie Radio, Fernseher, Computer oder Drucker nicht nebenbei laufen.
- Meiden Sie den Stand-by-Betrieb – häufig zu finden bei Fernsehern, Stereoanlagen, Computermonitoren, Druckern etc. Auch als energieeffizient ausgewiesene Geräte verbrauchen im Stand-by-Betrieb unnötig Strom.
- Steckernetzteile sind "heimliche Stromverbraucher". Entfernen Sie sie aus der Steckdose, wenn das daran angeschlossene Gerät nicht benutzt wird.
- Lesen Sie die Gebrauchsanweisung Ihrer Wasch- bzw. Spülmaschine und halten Sie sich an Dosierungs- und Füllmengenvorschriften sowie Pflegehinweise.
- Halten Sie Ihre Geräte sauber! – Verkalkte Waschmaschinen und Kaffeemaschinen oder vereiste Kühlschränke verbrauchen mehr Strom als einwandfrei gewartete, saubere Geräte.
- Tauschen Sie überalterte Geräte bei Gelegenheit aus. Moderne Farbfernseher z. B. haben gegenüber alten Modellen bis zu 80 Prozent weniger Energieverbrauch.
- Beachten Sie bei Neuanschaffungen das Energielabel und den Stand-by-Verbrauch. Bedenken Sie immer: Je niedriger die Anschlussleistung, desto geringer der Stromverbrauch.
Sie haben sich mit einer Fülle an technischen Geräten umgeben. Immer wieder kommen Neue hinzu. Es lohnt sich für Ihren Geldbeutel und unsere Umwelt, wenn Sie beim nächsten Einkauf auf ein paar Details Wert legen:
· Achten Sie bei Ihrer nächsten Neuanschaffung auf das Energielabel. Es gibt Auskunft über alle wichtigen verbrauchstechnischen Daten. Ihr auserwählter Wunschkandidat sollte in jedem Fall die Energieeffizienzklasse »A« haben.
· Das Label gibt außerdem z. B. Auskunft über den Wasserverbrauch von Geschirrspül- und Waschmaschinen.
Vergleichen Sie zwischen unterschiedlichen Geräten und Herstellern. Es lohnt sich.
Auch wenn das bestzertifizierte Gerät im Vergleich zu anderen Geräten teurer sein sollte – das Einsparpotenzial durch niedrigeren Verbrauch im Vergleich zur Konkurrenz ist oftmals so groß, dass sich der Mehraufwand bei der Anschaffung durch deutlich niedrigere Kosten im Verbrauch schnell rentiert.
Nützliche Tipps für den Hausahalt:
· Tipps für Ihren Backofen
Heizen Sie nicht unnötig vor. Sie sparen etwa 17 Prozent Strom! Ausnahmen: z. B. Biskuit- und Blätterteig oder Filet. Öffnen Sie die Backofentür nicht öfter als nötig. Braten Sie nur Fleischstücke über 1 Kilogramm. Für kleinere Mengen ist die Kochstelle sparsamer. Bereiten Sie komplette Menüs im Backofen zu. Durch das gleichzeitige Garen von Gemüse, Beilagen und Fleisch wird die eingesetzte Energie optimal genutzt. Braten und backen Sie im Umluftherd auf verschiedenen Ebenen. Eine Geschmacksübertragung ist nicht zu befürchten. Nutzen Sie die Nachwärme durch frühzeitiges Abschalten ca. 5 bis 10 Minuten vor Ende der Back- bzw. Garzeit.
· Tipps in Sachen Energiesparlampen und Licht
Wählen Sie die passende Beleuchtungsart: geringe Umgebungs- und gute, direkte Arbeitsplatzbeleuchtung! Wände, Decken und Fußböden sollten möglichst hell sein. Reinigen Sie Lichtquellen und Leuchten regelmäßig. Prüfen Sie, wo Sie herkömmliche Lampen durch Leuchtstofflampen oder Kompakt-Leuchtstofflampen ersetzen können. Eine Energiesparlampe mit 20 Watt Leistung bietet die gleiche Helligkeit wie eine herkömmliche Glühlampe mit 100 Watt. Mit Energiesparlampen sparen Sie bis zu 80 Prozent Strom. Sie haben außerdem eine 8 bis 10fach längere Lebensdauer als Glühlampen!
· Tipps für Ihre Geschirrspülmaschine
Stellen Sie die Salz- und Klarspülerdosierung Ihrer Geschirrspülmaschine gemäß Wasserhärtebereich ein. Sammeln Sie gebrauchtes Geschirr in der Maschine. Halten Sie die Tür geschlossen, damit Speisereste nicht antrocknen. Spülen Sie nur bei voller Beladung und wählen Sie das passende Spülprogramm nach Geschirrart und Verschmutzung. Wählen Sie Sparprogramme bei leichter Verschmutzung. Ein Vorspülen des Geschirrs in der Maschine ist nur bei starken Verschmutzungen nötig.
· Tipps für Ihre Kühl- und Gefriergeräte
Stellen Sie das Gerät in kühler, trockener, gut belüfteter Umgebung auf. Sorgen Sie hinter dem Gerät für ausreichende Luftzufuhr, halten Sie vorhandene Lüftungsgitter frei und reinigen Sie diese regelmäßig. Wählen Sie beim Kühlschrank + 5 bis + 7 °C als Lagertemperatur, beim Gefrierschrank - 18 °C. Öffnen Sie die Tür stets nur für kurze Zeit. Übersichtlich sortierte Lebensmittel erleichtern den schnellen Zugriff. Stellen Sie Lebensmittel nur abgekühlt und abgedeckt in Ihren Kühl- oder Gefrierschrank. Prüfen Sie regelmäßig die Gummidichtungen auf Undichtigkeiten und Verschmutzungen. Tauen Sie Ihre Geräte regelmäßig ab, damit dicke Eisschichten nicht unnötig den Stromverbrauch erhöhen.
· Tipps zum Thema Kochen auf dem Herd
Achten Sie darauf, dass Kochzonen- und Topfbodendurchmesser übereinstimmen. Verwenden Sie nur Töpfe mit gut wärmeleitenden und ebenen Böden, damit die Hitze optimal übertragen wird. Garen Sie Ihre Speisen mit wenig Flüssigkeit im geschlossenen Topf. Achten Sie dabei darauf, dass der Topfdeckel exakt schließt. Ein Schräglegen des Deckels kostet Sie die 2 bis 3fache Menge an Strom! – Verkneifen Sie sich deshalb auch neugieriges »Topfgucken«. Garen im Schnellkochtopf spart bis zu 30 Prozent Strom und die Hälfte der Zubereitungszeit. Schalten Sie die Kochstelle frühzeitig ab. Nutzen Sie die Restwärme 5 Minuten vor Ende der Garzeit. Bereiten Sie Kaffee oder Tee mit einer Kaffee- bzw. einer Teemaschine zu. Wasser kochen Sie am stromsparendsten in einem elektrischen Wasserkocher.
· Tipps zu Ihrem Mikrowellengerät
Sie sparen viel Zeit und Energie gegenüber einem Herd, wenn Sie Ihr Mikrowellengerät zur Zubereitung kleiner bis mittlerer Mengen benutzen. Bei mehr als 2 Portionen sollten Sie den Backofen bevorzugen. Geben Sie nur wenig Wasser hinzu, Fett ist nicht nötig. Nutzen Sie immer geeignetes Mikrowellenkochgeschirr und decken Sie die Lebensmittel ab, damit sie nicht austrocknen.
· Tipps zu Waschmaschine und Wäschetrockner
Lassen Sie Ihre Wäsche möglichst nicht zu stark und nicht über zu lange Zeit anschmutzen und behandeln Sie Flecken vor dem Waschgang. Dosieren Sie Ihr Waschmittel gemäß Wasserhärtebereich. Nutzen Sie das gesamte Fassungsvermögen der Waschtrommel. Damit sparen Sie 15 bis 20 Prozent Strom. Nutzen Sie für Kochwäsche das 60 Grad-Waschprogramm. Es spart gegenüber 95 Grad bis zu 40 Prozent Strom. Vermeiden Sie Knitter durch zu langes Liegenlassen der gewaschenen, feuchten Wäsche in der Waschmaschine. Lassen Sie Ihre Wäsche an der Luft trocknen! Machen Sie sich die Mühe, die Wäsche vor dem Aufhängen in Form zu ziehen und zu glätten. So sparen Sie Zeit und Strom beim Bügeln.
Wäschetrockner:
Hohe Schleudertouren (> 1.000 U/ min) verringern die Restfeuchte in der Wäsche und verkürzen den Programmablauf. Sie sparen Zeit und Energie. Nutzen Sie die Füllmenge aus, vermeiden Sie aber auch eine Überbeladung, damit keine Knitter entstehen. Reinigen Sie nach jedem Trockenvorgang das Flusensieb und – bei Kondensationsgeräten – den Kondensationsbehälter.

