Historische Entwicklung der Fernwärme in Görlitz

Als ältestes Relikt zentraler Beheizung in der Stadt Görlitz gilt die Heizungsanlage in der HO-Passage (heute Straßburg-Passage). Ein genauer Inbetriebnahmetermin ist nicht mehr bekannt. Mitte der siebziger Jahre sind die Dampfkessel noch einmal erneuert worden. Dampf für Heizungsanlagen lieferten wir dem Sportgeschäft "Spowa", dem IFA-Fahrzeugteilehandel, dem HO-Bekleidungsgeschäft sowie mehreren Fachgeschäften. Welche verschlungene Wege die den Dampf transportierenden Leitungen durch die Vielzahl von Kellern, Gängen, Hohlräumen und Kanälen eigentlich nahmen ist bis heute nicht bekannt.
Hier hatten unsere dort tätigen Mitarbeiter unter besonders schweren Bedingungen ihren Dienst zu leisten. Die Kohle musste erst über lange Förderbandanlagen zu den vier Niederdruck Dampfkesseln transportiert werden. Das war eine sehr staubige Angelegenheit. Damit verbunden herrschten schlechte Sichtverhältnisse und Brandgefahr durch überall abgelagerten Kohlenstaub.
Mit der Schließung der meisten Geschäfte in der Passage 1992 ist diese Anlage stillgelegt worden.


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Ende der 60er Jahre hielt die Fernwärme-Versorgung Einzug in die Stadt Görlitz mit der Errichtung von Neubauwohnungen in Weinhübel. Das dazugehörige Heizwerk mit Hochdruck Dampfkesseln wurde bereits mit Schweröl beheizt.

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Automatische Steuerungen und Teile von Sicherheitseinrichtungen an der Anlagen, wie Umwälzmenge, Wassermangel, Vorlauftemperatur und Regelung der Brennerleistungen gab es nicht. Dies erfolgte per Hand.

Weitere, kleinere Heizhäuser wurden errichtet. Diese allerdings alle auf Kohlebasis.
Das nachfolgende Bild zeigt das alte Heizwerk für die Neubauten Alex-Horstmann-Straße.

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Das war eine schwere und mühsame Handarbeit. Über Förderbänder und Kohlewagen mussten die Heizkessel von oben her befüllt werden. Aufsteigende Funken, Hitze, Staub und Verbrennungsgase sind nur einige der unangenehmen Begleiterscheinungen.
1970 ist im Wohngebiet Rauschwalde für die damals im Bau befindliche Schule / Sporthalle (heute E. Ulber), den Kindergarten und die Kinderkrippe das Heizwerk Rauschwalde in Betrieb gegangen. Als Brennstoff wurde Stadtgas eingesetzt.
In der ersten Ausbaustufe sind 4 Kessel Gk 71 (einer davon für den Sommmerbetrieb) mit atmosphärischen Brennern zum Einsatz gekommen.
Mit dem Neubau des Feierabendheimes am Grenzweg erfolgte eine 2. Ausbaustufe mit weiteren 4 Kessln Gk 71, die bis zum Umbau auf Erdgas 1992 so in Betrieb war.
Parallel dazu sind die Neubaublöcke vom Typ IW 64 in Rauschwalde mit 16 dezentralen Gasheizstationen (je 4 Kessel G 100 mit Junkersbrennern) betreut worden.

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1979 wurde in Königshufen ein Containerheizwerk auf Schwerölbasis errichtet.

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