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Neue, hocheffiziente Blockheizkraftwerks-Technik liefert zuverlässig Wärme und Strom

In den Jahren 2017 und 2018 erneuerte die Stadtwerke Görlitz AG die komplette Motorentechnik in ihren drei Heizkraftwerken und geht damit einen weiteren bedeutenden Schritt in Richtung effiziente und umweltfreundliche Energieerzeugung.

Die SWG AG zählt seit Anfang der neunziger Jahre zu den Vorreitern bei der umweltfreundlichen Erzeugung von Wärme und Strom. Mit einer Investition von mehr als sechs Millionen Euro hat die Stadtwerke Görlitz AG weiterhin die Voraussetzungen geschaffen, auch in Zukunft zuverlässig Wärme und Strom liefern zu können und setzt mit der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung auf eine Technologie, die erneuerbaren Energien gleichzusetzen ist. Dieses unternehmerische Engagement honoriert der Gesetzgeber und fördert es finanziell.

KWK-Anlagen sind vor allem konventionellen Kraftwerken hinsichtlich des Wirkungsgrades überlegen. Während bei den konventionellen Kraftwerken Strom erzeugt wird und die dabei erzeugte Wärme meist ungenutzt verpufft, wird bei KWK-Anlagen besonders effizient die eingesetzte Energie verwertet und die entstandene Wärme beispielsweise für das Heizen von Gebäuden genutzt.

„Wir haben in den vergangenen beiden Jahren mit einem riesigen technologischen Aufwand die gesamte Motortechnik in unseren Heizkraftwerken erneuert“, informiert Hartmut Petermann, Bereichsleiter Erzeugung bei der SWG AG, am 19. Februar 2019 im Heizkraftwerk Königshufen zur offiziellen Präsentation des Projektes.

Dabei wurden nicht einfach die Motoren der drei großen Heizkraftwerke in Königshufen, Weinhübel und Rauschwalde ausgetauscht. „Wir haben uns der kompletten Motorentechnik gewidmet und sie erneuert, inklusive der Peripherie – vom Generator, über die Pumpentechnik, Abgaswärmetauscher bis hin zur gesamten Elektroverkabelung“, schildert der Bereichsleiter.

Durch die sehr schnelle Regelbarkeit der neuen Motoren, bei denen An- und Abfahrprozesse in kürzester Zeit möglich sind, ist für die SWG AG auch die Teilnahme am Regelenergiemarkt möglich. Sollte also der Übertragungsnetzbetreiber zur Ausregelung des Stromgleichgewichtes in Angebot

Neue, hocheffiziente Blockheizkraftwerks-Technik liefert zuverlässig Wärme und Strom und Nachfrage Leistung der SWG AG benötigen, dann ist das Unternehmen in der Lage, Motoren zu- oder abzuschalten und diese Leistung bereitzustellen.

Matthias Block, der Vorstandsvorsitzende der SWG AG, erinnert sich gut daran, als sein Bereichsleiter für Erzeugungsanlagen auf ihn zugekommen sei und ihn darüber in Kenntnis setze, dass man in die gesamte Motorentechnik dringend investieren müsse. „Er hat überzeugende Argumente vorgetragen, die eine Investition in dieser Größenordnung rechtfertigen würden. Ich bin sehr stolz, dass wir dieses ehrgeizige Vorhaben tatsächlich in der vorgegebenen Zeit realisieren konnten und nun für die Zukunft wieder bestens aufgestellt sind.“ Dabei freut den Vorstandsvorsitzenden ganz besonders, dass die neuen Motoren einen noch besseren Wirkungsgrad und günstigere Emissionswerte vorweisen „damit leisten wir einen weiteren wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“.

Allein im Heizkraftwerk Königshufen werden dank moderner KWK-Technik pro Jahr 11 000 Tonnen CO2 eingespart, in allen drei Heizkraftwerken sind es nach Aussage Petermanns rund 14 000 Tonnen jährlich. Diese CO2-Einsparungen beziehen sich auf Vergleichswerte gegenüber einer dezentralen Energieversorgung, also einem einzelnen Haus mit einem eigenen Gasheizkessel im Keller für die Wärmeversorgung und dem Strombezug aus dem öffentlichen Netz, der üblicherweise in verschiedenen Kraftwerken erzeugt wird. „Das ist ein enormer Wert und letztlich der Beitrag unserer Kunden“, freut sich Hartmut Petermann.

Er weiß, dass dieses Großprojekt nur gestemmt werden konnte, „weil alle mitgespielt haben – die Behörden, die Baufirmen und unsere Mitarbeiter“. In dieser Auflistung will der Bereichsleiter auf keinen Fall die Kunden der SWG AG vergessen. „Indem sie auf Fernwärme setzen und deren Zuverlässigkeit und Umweltfreundlichkeit schätzen, haben sie das Alles erst möglich gemacht.“